Biomassemanagement ist ein Teilbereich des Wirtschaftsmanagements. Man versteht darunter die Anwendung technischer Konzepte zur Erzeugung eines industriellen Kohlenstoffkreislaufs. Dabei wird durch technische und biotechnische Verfahren Biomasse zu industriell nutzbaren Energiequellen und Rohstoffen umgewandelt (vgl. Bioenergie). Da Biomasse durch Photosynthese entsteht, die der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid (CO2) entzieht und bei der Nutzung der Energie- und Rohstoffe diese letztlich wieder in CO2 umgewandelt werden, entsteht ein geschlossener Kohlenstoffkreislauf, der in der Bilanz den CO2-Gehalt der Atmosphäre nicht erhöhen sollte. Um allerdings eine ausgeglichene CO2-Bilanz zu erreichen, ist es notwendig, dass die für alle Umwandlungs- und Veredelungsprozessen notwendige Energie (Prozessenergie, Transportenergie) nicht aus fossilen Energiequellen (Kohle, Erdöl, Erdgas) gewonnen wird. Bei dieser einseitigen Fixierung auf den CO2-Gehalt der Atmosphäre wird allerdings übersehen, dass die Erzeugung von Biomasse praktisch immer mit dem Einsatz von Düngemitteln verbunden ist, aus dem das noch klimaschädlichere Lachgas N2O entsteht, das 310 mal klimaschädlicher als CO2 ist. Bei zunehmender Erzeugung von Biomasse kann deshalb der klimaschädliche Einfluss von N2O überwiegen.
Donnerstag, 15. Oktober 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen